Haarausfall - Neue Therapiehoffnung?

Mittel zur Behandlung von Haarausfall
Haarausfall - was tun?

Neue Therapiehoffnung

 

Was für Frauen die Cellulite, ist für Männer der Haarausfall – verhasst, bekämpft und dennoch Schicksal. Männer dürfen jedoch hoffen. Ein neuer Therapieansatz kann die Vererbung austricksen.

Zuerst sind da nur Geheimratsecken, dann lichtet sich das Haar am Oberkopf und irgendwann bleibt ein Haarkranz, der jeden Mann alt aussehen lässt. 80 Prozent der männlichen Bevölkerung droht der genetisch bedingte Kahlschlag auf dem Kopf, die sogenannte androgenetische Alopezie. Die meisten Männer ergeben sich in ihr Schicksal, manche werfen sich ihm entgegen, indem sie die schüttere Mähne gleich ganz abrasieren. Einige lassen sich einen Teil des Pelzes vom Hinterkopf nach vorn transplantieren, andere tropfen Tinkturen aufs Resthaar oder schlucken Tabletten, damit es sich nicht verabschiedet. Zwei Wirkstoffe – Minoxidil und Finasterid – sind dabei erfolgreich und wissenschaftlich anerkannt. Nun lässt ein neuer Therapieansatz zumindest die Glatzenträger der Zukunft Hoffnung schöpfen: US-Forscher haben den Botenstoff nachgewiesen, der das Männerhaar ausfallen lässt. Und sie haben auch schon eine Idee, wie sie den Transmitter daran hindern wollen.

 

Botenstoff bremst Haarwachstum

 

Bisher wussten die Haarforscher, dass eine Überempfindlichkeit gegenüber dem Sexualhormon Dihydrotestosteron (DHT) die Haarfollikel schrumpfen lässt, so dass die daraus sprießenden Haare immer schneller ausfallen und nur noch als feiner Flaum nachwachsen. Die amerikanischen Forscher gehen nun von der Hypothese aus, dass weder die Gene noch die Hormone direkt die Haarfollikel ersterben lassen, sondern dass ein für den Wachstumszyklus der Haare mitbestimmender Botenstoff die zentrale Rolle spielt. „Eine sehr interessante Idee und ein weiteres Puzzlestück zur Entschlüsselung der androgenetischen Alopezie“ nennt die Berliner Dermatologin Ulrike Blume-Peytavi den Ansatz. Sie leitet an der Charité das Forschungszentrum für Haar- und Hautwissenschaft (www.hairberlin.com).

 

George Cotsarelis, Dermatologe an der Perelman School of Medicine der Universität von Pennsylvania, macht den Botenstoff Prostaglandin D2 (PGD2) für den Schwund männlicher Haarpracht verantwortlich: Das Gewebehormon bremst das Haarwachstum und ist in der Kopfhaut von Männern, deren Haare sich lichten, im Übermaß vorhanden. Laborversuche ergaben die dreifache Konzentration in kahlen Stellen gegenüber behaarter Kopfhaut.

 

PGD2-Blocker soll Haare sprießen lassen

 

Als die Wissenschaftler um George Cotsarelis PGD2 auf Mäusehaut auftrugen, stellte sich deren Haarwuchs ein. Ebenso wirkte es auf Proben männlicher Kopfhaut. „Bisher waren Prostaglandine nicht bei Haarausfall in Erscheinung getreten“, kommentierte der Studienleiter sein Forschungsergebnis. „Es hätte uns allerdings nicht völlig überraschen dürfen, da ein anderes Prostaglandin für vermehrtes Haarwachstum bekannt ist.“ Außerdem sei durch eine vorangegangene Studie schon klar gewesen, dass die Haarfollikel in der Glatzenhaut zwar stark geschrumpft, aber noch intakt sind. Es musste also etwas geben, das ihre Aktivität unterbindet. Dieses „Etwas“ sei Prostaglandin D2.

George Cotsarelis und sein Team sind nun auf der Suche nach einer Substanz, die PGD2 neutralisieren und somit die Haarfollikel reaktivieren kann. Dabei denken die Forscher an einen Blocker für die PGD2-Andockstelle, der äußerlich auf die Kopfhaut aufgetragen wird. Noch haben die US-Forscher diese Substanz nicht entdeckt, allerdings seien mindestens zehn Stoffe bekannt, die den Rezeptor lahmlegen können. Vielversprechend ist in den Augen des US-Dermatologen vor allem das Prostaglandin F2alpha. Ob eine Deaktivierung von PGD2 nur die Glatzenbildung verhindern oder auch bereits kahlen Männern zu neuer Haarpracht verhelfen kann, wissen die Forscher derzeit aber nicht. Es ist auch noch nicht klar, ob für Frauen mit erblichem Haarausfall die gleichen PGD2-Aktivitäten gelten wie für Männer. All das ist Gegenstand weiterer Untersuchungen.

 

Augentropfen für mehr Haarpracht?

 

Die Haarforscher der Berliner Charité sind ohnehin schon einen großen Schritt weiter mit der Entdeckung eines effektiven Haarwuchsmittels. Unter der Leitung von Ulrike Blume-Peytavi führten sie eine randomisierten und kontrollierte Pilotstudie mit dem Wirkstoff Latanoprost durch, der dem Prostaglandin F2alpha entspricht. Latanoprost wird eigentlich zur Senkung des Augeninnendrucks eingesetzt. Als Nebenwirkung kommt es unter anderem zu vermehrtem Wimpernwachstum. Die Berliner Wissenschaftler trugen den Wirkstoff auf die Kopfhaut junger Freiwilliger auf, die an erblichem Haarausfall litten. Nach 24 Wochen regelmäßiger Verabreichung wuchs das behandelte Haar tatsächlich dichter und voller. Vor einer möglichen Zulassung als Haarwuchsmittel sind allerdings größere Studien nötig, vor allem zur Sicherheit, aber auch der richtigen Dosierung.

 

Vielversprechende Prostaglandin-Analoga

 

Im Moment läuft eine Reihe von Untersuchungen mit verschiedenen Prostaglandin-Analoga ähnlich dem Latanoprost. Am vielversprechendsten ist nach Einschätzung von Ulrike Blume-Peytavi momentan die Substanz Bimatoprost, ebenfalls ein Mittel gegen zu hohen Augeninnendruck. Es ist seit einigen Jahren für Wimpernwachstum im Einsatz und dafür von der amerikanischen Arzneimittelbehörde zugelassen. „Dieser Wirkstoff könnte vielleicht schon in drei Jahren zulassungsreif für die Behandlung von Haarausfall sein“, sagt die Charité-Dermatologin. Sie warnt gleichzeitig davor, auf eigene Faust mit den vorhandenen Substanzen zu experimentieren: „Es sind einfach noch zu viele Fragen offen zu Wirksamkeit, Dosierung und Sicherheit. Aber es besteht die Hoffnung, dass wir in einigen Jahren interessante neue Behandlungen der androgenetischen Alopezie zur Verfügung haben.“

 

Inwiefern die derzeit getesteten Wirkstoffe auch Frauen mit erblichem Haarausfall nützen, ist auch noch eine ungeklärte Frage. Sie sind zwar viel seltener von der androgenetischen Alopezie betroffen als Männer, leiden aber psychisch stärker unter schütterem Haar, wie die Berliner Dermatologin weiß. „Aber aus Sicherheitsgründen werden immer erst alle Forschungsschritte am Mann durchgeführt, da Frauen im gebärfähigen Alter für klinischen Studien nicht in Frage kommen.“ focus 03/12 Petra Apfel

 

Kythera möchte Haarausfall-Medikament am Menschen testen

 

Kythera Biopharmaceuticals hat einen Antrag bei der US-amerikanischen Behörde für Lebensmittel- und Arzneimittelsicherheit (FDA) eingereicht, um die Erlaubnis für sein Haarausfall-Arzneimittel KYTH-105 – Wirkstoffname Setipiprant – zu Studienzwecken am Menschen einzuholen.

Das US-Unternehmen möchte eine Machbarkeitsstudie beim Menschen zur Wirksamkeit und Sicherheit von KYTH-105 bei Männern mit androgenetischer Alopecia (AGA – eine vererbte genetische Störung, die zu einem Rückgang des Haaransatzes, Haarausfall und zu teilweiser oder kompletter Kahlheit fortschreiten kann) durchführen.

Setipiprant ist ein selektiver Antagonist des Prostaglandin D2 (PGD2) Rezeptors – eine mögliche Schlüsselvariable beim Haarausfall. Das Medikament ist ein gut ‘charakterisiertes’ Molekül und wird “durch eine große Sicherheitsdatenbank unterstützt” – nach kürzlichen Tests bei mehr als 1.000 Patienten in Asthma und allergischer Rhinitis Studien. © pallas-apotheke.de - Quelle: Kythera Biopharmaceuticals, 22.09.2015

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