Vorsicht!  Fälschung

Aktuelle Informationen über Arzneimittel-Fälschungen, die neuesten Meldungen, die fiesesten Tricks der Fälscher, worauf man achten sollte, wie man Fälschungen erkennen kann... Dies und vieles mehr veröffentlichen wir regelmässig unter "Vorsicht, Fälschung!"

 


Quelle: www.abda.de


System zur Arzneimittelsicherheit ist praxistauglich

12. Juni 2013

Das securPharm-System, das Patienten künftig vor Arzneimittelfälschungen schützen soll, habe den ersten Praxistest bestanden.

Im Rahmen des Testbetriebs, an dem mehr als 280 Apotheken und 24 Pharmaunternehmen mitwirkten, seien mehr als 3,5 Millionen Arzneimittelpackungen gekennzeichnet und circa 30.000 Packungen erfolgreich verifiziert worden.

Kampf gegen gefälschte Medikamente
So funktioniert das End-to-End-Kontrollsystem
Ein Service der Pallas Apotheke
Data Matrix Code

Beim securPharm-System machen Arzneimittelhersteller jede Packung zu einem Unikat, indem sie einen quadratischen Data Matrix Code aufdrucken, der eine individuelle Nummer (randomisierte Seriennummer) enthält. Alle vergebenen Nummern speichern sie in einer gemeinsamen Hersteller-Datenbank. Später, in der Apotheke, wird der Code jeder Packung direkt vor der Abgabe an den Patienten verifiziert, d.h. ge­scannt und damit in der Hersteller-Datenbank abfragt. Bei Unstimmigkeiten (Seriennummer nicht vergeben oder schon bei einer anderen Packung gescannt worden) erhält der Patient eine andere Packung des gleichen Medikaments, die beanstandet Packung wird einbehalten, und der Fälschungsverdacht wird untersucht. Für Großhändler bietet das System zusätzlich die Möglichkeit zur stichprobenartigen Überprüfung von Packungen, was in den vergangenen Monaten bereits durch einen Großhändler erfolgreich erprobt wurde.

 

Zu den Vorzügen des Systems gehört, dass es auf etablierter Technologie aufsetzt, keine teuren Packungsmerkmale erfordert und von den Praktikern des Arzneimittelvertriebs entwickelt und betrieben wird.

 

Im fünfmonatigen Testlauf des securPharm-Systems mit neucodierten Packungen ausgewählter Medikamente einzelner Her­steller konnte eine Erreichbarkeit des Systems zu 99,5 Prozent der Zeit erzielt werden. Die Datenbank der Hersteller mit den Seriennummern der Packungsdaten lief stabil. Die mitwirkenden Apotheker konnten feststellen, dass sich die Verifizierung mit wenig Zeitaufwand in den Arbeitsalltag integrieren lässt. „Es war und ist wichtig, dass wir so frühzeitig begonnen haben. So sind wir in der Lage, auftretende Schwierigkeiten schnell abzustellen. Wir konnten auch feststellen, dass die Umsetzung insbesondere in den Unternehmen sehr viel Zeit braucht. Das sollte jedes Unternehmen bedenken, bevor 2017 die Pflicht zur Verifizierung kommt“, so Dr. Hoferichter.

 

Grundlage für securPharm ist die 2011 verabschiedete EU-Fälschungsrichtlinie, die vorschreibt, dass jede Packung ab 2017 Sicherheitsmerkmale tragen muss, mit dem auf Echtheit geprüft werden kann.


Stada führt Data Matrix Code ein

31. Mai 2013

Der hessische Arzneimittelhersteller Stada führt als erstes pharmazeutisches Unternehmen in Deutschland einen Data Matrix Code für Arzneimittel ein. Bereits seit dem 8. Mai werde das Antipsychotikum Ziprasidon mit dem neuen Code ausgeliefert. Er werde auf Generika ebenso zu finden sein wie auf nichtverschreibungspflichtigen Arzneimitteln.

 

In den meisten Apotheken seien bereits Scanner vorhanden, die den 2D-Barcode lesen können. Von der Neuerung profitierten sowohl die Apotheken, durch eine erleichterte Warenwirtschaft, als auch die Patienten aufgrund der verbesserten Arzneimittelsicherheit. Denn Im Falle einer Produktrückrufung könnten die Patienten, die eine solche Packung erhalten haben, schneller identifiziert und kontaktiert werden, sofern sie denn über eine Apothekenkundenkarte verfügen.

 

Das Unternehmen bereite sich mit der flächendeckenden Einführung dieser Technologie auf die für 2017 geplante Umsetzung der EU-Fälschungsrichtlinie vor, erklärt Dr. Axel Müller, Vorstand Produktion und Entwicklung von Stada.

 

Quelle:

Deutsche Apothekerzeitung, 14.5.2013


DataMatrix Code gegen Arzneimittelfälschungen

19. September 2012

Das Pharmaunternehmen Sanofi-Aventis hat erstmals Packungen einer Arzneimittelcharge mit einem DataMatrix-Code bedrucken lassen. Der Sicherheitscode soll jede Packung zu einem Unikat machen und Fälschungen aufdecken.

 

Anfang 2013 soll der Code in einem bundesweiten Pilotversuch, an dem sich noch 20 weitere Unternehmen beteiligen werden, als Fälschungssicherheitsmerkmal erprobt werden.

 

Zusätzlich werden Apotheken mit DataMatrix-Scannern ausgestattet, mit welchen sie jedes gekennzeichnete Präparat scannen, bevor es an den Kunden ausgehändigt wird. Eine unbekannte Packungsnummer löst einen Alarm aus.

 

Quelle:

Deutsche Apotheker Zeitung, 30.8.12


SPIEGEL ONLINE

09.07.2012

 

Illegale Online-Apotheken

Lebensgefahr per Mauklick von Nicola Kuhrt

 

 


Fälschungen des Schlankheitsmittels Alli®

Pharmazeutischen Zeitung Online

 

Arzneimittelfälschung: Sibutramin statt Orlistat

Verfleichsfotos.


Gefälschte Arzneimittel: Ein beim Kauf freigelegter Kode ermöglicht die Prüfung per App, SMS oder Internet. Foto: It’s True
Arzneimittelfälschungen erkennen

Arzneimittel:

Gefälschte Arzneimittel erkennen

Dtsch Arztebl 2012; 109(13): A-659 EB

 

Ein beim Kauf freigelegter Kode ermöglicht die Prüfung per App, SMS oder Internet. Foto: It’s True Mittels einer patentierten Technologie können Patienten jetzt kontrollieren, ob ein Produkt, das sie über die Apotheke oder auch den Internethandel bezogen haben, echt oder gefälscht ist. Pharmaunternehmen können damit ihre Produkte vom Produktionsort über die gesamte Lieferkette hinweg wirksam schützen und damit Schäden durch gefälschte Produkte verhindern. Die „It’s True™“-Technologie hat das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte akzeptiert. Sie wird derzeit von einem Hersteller (GALENpharma) genutzt. Durch einfaches Versenden eines erst beim Kauf freigelegten Kodes, der mit dem Smartphone gescannt oder per SMS oder Internet eingegeben wird, erhält der Kunde über die „It’s True“-Datenbank binnen Sekunden die Bestätigung über Echtheit beziehungsweise Fälschung. Diese Technologie lässt sich nach Angaben des Anbieters, der It’s True GmbH, für alle bereits auf dem Markt existierenden Medikamente wie auch in allen üblichen Herstell- und Verpackungslinien ohne zusätzlichen regulatorischen Aufwand verwenden. EB


apotheke-aktuell

04/2012/ Claus Ritzi

Risikoanalyse und Instinkt+++Auch Kleines im Visier+++Zunehmend beliebter: Doppingmittel+++Drogen, Produktpiraterie und mehr+++AM-Fälschungen häufiger als Drogenschmuggel+++Geschätzter Jahresumsatz: 75 Milliarden Dollar+++Niedrige Strafen+++Chinas Bilanz: 100.000 Todesfälle+++Keine Schamschwelle im Netz+++Gefährliche Schnäppchenjagt+++

 

Arzneimittelfälschung: Boomender Markt für Kriminelle

 


Weitere Informationen zum Thema Medikamentenfälschung bei Wikipedia